Bandgeschichte

Chronologisch rückwärts von heute bis zur Gründung 1970 in großen Schritten

Peter "Banjo" Meyer

Kein anderer Musiker hat die JAZZ LIPS mehr geprägt, gefordert und gefördert. Umso trauriger ist sein Abschied nach 48 Jahren JAZZ LIPS und 60 Jahren Bühnenpräsenz. Aber seinem eigenen hohen Anspruch an sein Banjospiel kann er wegen einer heftigen Arthrose in den Händen nicht mehr gerecht werden. Neben der Produktion nahezu aller CDs/ LPs und der Ausgabe einer Bandgeschichte zum 25.Jubiläum der Band war er in beispielloser Art auch die treibende Kraft für den traditionellen Jazz in Hamburg und ein Botschafter seines Instrumentes. 

Neben seinem Engagement für „seine“ JAZZ LIPS gründete er zur Zeit der Hamburger Szene die MEYERS DAMPFKAPELLE, später entwickelte er weitere eigene Produktionen wie das INTERNATIONALE BANJOFESTIVAL und das jahrelang sehr erfolgreiche JAZZ GIANTS Projekt, mit dem er unzählige internationale Musiker aus Europa und den USA zusammenbrachte. Seine Mitwirkung an Tourneen, Projekten und Tonaufnahmen war nahezu endlos. Nun ist es an der Zeit, Peter in den Feierabend zu entlassen und wir werden weiterhin in seinem Sinne die Band und die Liebe zum New Orleans-Jazz weiterführen.

Als Gast ist Peter uns jederzeit von Herzen willkommen, wenn das mit dem Feierabend dann doch zu langweilig werden sollte.

 


2015-2009

Die Zeit, in der Thomas Niemand an der Trompete uns begleitet hat, war auf seine Art sehr inspirierend. Neben seinem schwingenden Spiel am Instrument zeigte er auch beim Gesang als bislang einziger Trompeter der Bandgeschichte sein Talent. Durch seine offene und positive Art hatte er neben Peter Meyer auf der Bühne den engsten Kontakt zum Publikum. Zudem konnte er auf Touren durch Dänemark (Kopenhagen - Femö) 

seine dänischen  Sprachkenntnisse hervorragend einbringen.

In dieser Zeit spielten die Jazz Lips eine CD (My Darling N.O.) mit so wundervollen Gästen wie Gregory Boyd (Steel Pan) und Lillian Boutte´ ein. Diese Aufnahmen sollten (leider) wohl die letzten für diese großartige Botschafterin des Jazz gewesen sein.



NORBERT WICKLEIN 1993-2018

Nach 2 „Washboardern“ (Gunther Andernach und Norman Tchilinghyrian) kam 1993 ein gelernter Drummer zur Band. Norbert hatte schon im Osten Deutschlands eine beachtliche Karriere hinter sich mit zahlreichen Bands, dann 1986 landete er beim BLAMU JATZ ORCHESTRION, mit denen er begann, den Jazz zu lieben.  Während seiner unzähligen Reisen durch Europa lernte er schon viele Musiker kennen und 1993 führte ihn sein Weg zu den JAZZLIPS. Von da an folgten viele Jahre als swingender, groovender Drummer mit seinem ganz. Von da an folgten viele Jahre als swingender, groovender Drummer mit seinem ganz eigenen marschierendem Parade-Beat. Außerdem war sein Repertoire an Witzen  unerschöpflich, was häufig die Stimmung backstage noch besser werden ließ. Es waren wirklich erlebnisreiche Jahre mit Norbert, aber manchmal geht eine Tür zu und man muss schauen, wo eine andere sich öffnet. 

 


JOACHIM REFARDT  2004-2008 / 2015-2016

Unser „Baby“ Joachim geboren im Gründungsjahr der Band und aufgezogen mit den ersten LP-Aufnahmen der JAZZ LIPS.

Unser Joachim an der Trompete ist eigentlich auch ein Mann am Piano, oder am Banjo, oder er schreibt für die eigene Band oder im Auftrag. Manchmal produziert er auch ganze Werke, einfach so.
Die Band war ihm so dankbar, als er 2004 das Zepter von Rolf übernahm und seinen musikalischen Einfluss geltend machte.

Aus o.a. Gründen musste er 2008 als festes Mitglied aufhören und wurde für viele Jahre von Thomas Niemand abgelöst. Von 2015-2016 hat Joachim nochmals ausgeholfen und auch jetzt wird er immer mal wieder bei uns einsteigen, ist nicht "aus der Welt", wie man so sagt. Wie auch, die Welt des Jazz ist klein. Und das freut uns alle immer sehr !!

 


2009-2005

Rolf Klingelhöfer (Cornet) verstarb 2004 nach langer Krankheit. Dies war ein herber Verlust für die Band und deren unverwechselbaren Sound. Der Pianist und Arrangeur Joachim Refardt wurde bereits im Kindesalter von Aufnahmen der Jazz Lips infiziert, die sein Vater (selbst Banjospieler) ihm vorspielte. Er war Feuer und Flamme, als er von der Band gebeten wurde, sein Trompetenspiel für die Jazz Lips zu intensivieren. Als der Posaunist Rudgar Mumssen die Band verließ, war Hauke Strebel gerade dabei, seinen beruflichen Ausflug in die Schweiz zu beenden. Wir freuten uns über seine zu uns passende Stilistik und die Tatsache, daß wir mit den beiden Neuzugängen den Altersdurchschnitt deutlich senken konnten. In dieser Zeit nahm die Band eine CD zum 30 jährigen Bestehen mit dem Untertitel "Mardi Gras Parade Music" auf.

 


2004-1987

Neue Musiker sind dazugekommen und wieder gegangen über die Jahre, aber stets blieb die Kontinuität in der Band erhalten. Die Band nahm 1990 bereits ihre neunte LP auf. Wie schon in den 70er und 80er-Jahren blieben die Kalender der JAZZ LIPS mit Terminen gefüllt.Jedes Wochenende war man angefragt. In den diversen Hamburger Clubs, Gastauftritte in ganz Deutschland und natürlich auch Festivals im Ausland und auf See (Jazz-Kreuzfahrten). „Unsere“ Fans begleiteten uns im Bus zu Auftritten im süddeutschen Raum und als Highlight eine gemeinsame Reise nach New Orleans, der Wiege des Jazz in 1992.

Es war nicht immer leicht, die Berufstätigen und die Vollzeitmusiker unter einen Hut zu bekommen, aber meistens klappte es. Nach und nach erledigte sich dies Problem aber von selbst, da es leider, leider einen Abschwung für den traditionellen Jazz gab. Viele Clubs machten dicht, jazzbegeisterte Veranstalter in Firmen, Einkaufszentren und anderen Auftrittsmöglichkeiten setzten sich zur Ruhe. 


1986-1970

Es war einmal……

 

Genauso fangen ja bekanntlich viele Erzählungen an.

Es waren einmal sieben talentierte, enthusiastische Musiker im Jahre 1970, die sich zusammentaten, nicht um sich der damals gängigen Beatmusik, sondern dem traditionellen Jazz der New Orleans - Größen zu widmen. Daraus wurde dann im Laufe der vielen Jahre mehr als ein Sommermärchen, sondern eine wirkliche Erfolgsgeschichte, die noch bis heute andauert.

Diese glorreichen, jungen, begeisterten und begeisternden Jazzer mischten die Hamburger Szene umgehend auf mit ihrem ganz eigenen Stil.